Wenn die Sprache zum Verhängnis wird
Eigentlich schon alles gesehen
Dass Fußballer Verträge auflösen, ist nichts Neues. Mangelnde Trainingsleistungen, die Sehnsucht nach der Familie, Undiszipliniertheiten, Sex im Stadion - die Boulevardmedien berichten immer wieder von allen möglichen und unmöglichen Gründen, einen Vertrag aufzulösen. Ein Klub und ein Spieler, die eine vorzeitige Trennung aufgrund der Sprache bekannt geben, ist dann doch neu. Das dies aber eben auch sinnvoll sein kann, offenbart sich erst auf den zweiten Blick.
Globalisierte Fußballwelt
In der globalisierten Fußballwelt treffen einander Spieler aus aller Herren Länder. Die Fußballsprache an sich scheint schnell erlernt. Doch da ein Fußballer nicht nur Zeit am Platz verbringt, sondern auch über ein Privatleben verfügt, kann ein mangelndes Sprachgefühl zum Verhängnis werden. Während sich Anschluss mit Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Türkisch oder Portugiesisch recht einfach herstellen lässt, fallen Spieler, die keine dieser Sprache sprechen leicht durch den Rost.
Wenn sich die Vereine nicht ausreichend um ihre Spieler kümmern oder ebenjene glauben, dass ein bisschen auf den Ball treten reicht, um wo anders zurecht zu kommen, passieren solche Dinge wie mit Aouadhi. Eine Vertragsauflösung und ein Wechsel in die Heimat zu niedrigeren Bezügen ist aber dabei allesamt besser, als alles in sich hinein zu fressen. Gerade die letzten Jahre zeigten, dass ein funktionierender Körper noch lange nicht ausreicht, um mit Köpfchen Fußball zu spielen.
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antisymmetric, am 02.01.2012 08:25:08 Uhr
Karim Aouadhi (25) unterschrieb vor einem knappen Jahr einen Zwei-Jahresvertrag bei Fortuna Düsseldorf. Vor ein paar Tagen einigten sich der Tunesier und die Düsseldorfer auf eine Vertragsauflösung. Der Grund: Die Sprache. zur News
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Jeger_Boys, am 02.01.2012 22:43:15 Uhr
Sehr arg, dass sowas in Deutschland bzw. im Fußball zum Verhängnis werden kann.


