Overath tritt zurück

Nach sieben Jahren als Präsident beim 1. FC Köln verkündete Wolfgang Overath bei der heutigen Mitgliederversammlung seinen Rücktritt. Hohe Belastung, aber auch Verunglimpfungen veranlassten den 68-Jährigen zu diesem Schritt.

„Ich bitte um Verständnis für unsere Entscheidung, sie ist uns nicht leicht gefallen“, teilte Overath den 2759 Mitgliedern in der Kölner Arena mit. Neben dem Weltmeister von 1974 werfen auch seine Stellvertreter Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz hin. „Die Entscheidung ist uns schwer gefallen, weil der FC uns immer eine Herzensangelegenheit war und bleiben wird. Die Belastung in den letzten Monaten war für uns alle, die wir beruflich noch stark engagiert sind, sehr hoch“, sagte Overath. Neben der Belastung sprach Overath aber auch von „Verunglimpfungen“ durch eine „kleine Gruppe“ im Verein. Der Schritt sei aber lange überlegt worden, bereits nach der Jahreshauptversammlung 2010 kamen Zweifel auf: „Es gab einige kritische Momente, und das war die Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr.“ Noch im Verlauf dieser Woche erklärte er, er werde 2013 nicht wieder kandidieren.

„Mein Verein ist der 1. FC Köln“, sagte er am Beginn seiner Rede und erntete dafür Applaus. Doch dieser sollte schnell in Pfiffen münden. Overath monierte, es habe nie konstruktive Kritik gegeben und bat die aufgebrachte Menge mit den Missfallensrufen bis zum Ende seiner Rede zu warten: „Danach können Sie pfeifen, solange sie wollen.“ Kurz nach der Rücktrittsverkündung kam es schließlich zu Tumulten unter FC-Mitgliedern. „Die von uns verpflichtete sportliche Leitung mit Sportdirektor Volker Finke und Trainer Stale Solbakken macht einen tollen Job. Die Mannschaft hat genügend Potenzial“, machte das FC-Idol aber auch Mut und wünschte „unserem FC und allen FC-Fans eine erfolgreiche Zukunft und unseren Nachfolgern viel Glück“.

axl, am 13.11.2011 19:25:24 Uhr

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  • axl, am 13.11.2011 19:27:55 Uhr

    Nach sieben Jahren als Präsident beim 1. FC Köln verkündete Wolfgang Overath bei der heutigen Mitgliederversammlung seinen Rücktritt. Hohe Belastung, aber auch Verunglimpfungen veranlassten den 68-Jährigen zu diesem Schritt. zur News

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