Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte empfängt der AEK Larnaca einen deutsche Vereinsmannschaft. Zwar ist der Zyperns Pokalsieger seit sieben UEFA-Wettbewerbsspielen daheim ungeschlagen, dennoch ist davon auszugehen, dass sich die Knappen aus Gelsenkirchen eher selbst schlagen können. Auch wenn zwei Tage vor dem dritten Gruppenspiel Höger (Schmerzen im Sprunggelenk), Marica (Oberschenkel-Schmerzen) und Kluge (muskuläre Probleme) fraglich sind. Die größte Frage stellt sich allerdings nach dem Torhüter.
Drei Monate wird Ralf Fährmann dem FC Schalke 04 fehlen. Der 23-Jährige zog sich bei seinem Platzverweis am letzten Wochenende bei der Heimniederlage gegen Kaiserslautern eine Kreuzbandverletzung zu und wird damit die restliche Hinrunde ausfallen. Für den Unglücksraben kam Lars Unnerstall zu seinem Bundesliga-Debüt und hütete die übrigen 60 Minuten den blauweißen Kasten. „Da hat er seine Sache für einen jungen Mann, der die Erfahrung nicht hat und dann plötzlich reinkommt, gut gemacht“, zeigt sich Stevens mit dem Greenhorn zufrieden. Ob der Niederländer auch in Nikosia – der Gymnastic Club Zenon in Larnaca erfüllt die UEFA-Richtlinien nicht – auf den 21-Jährigen setzen wird ist unklar. Die Erfahrung spricht für Konkurrent Mathias Schober, 155 Bundesliga- sowie fünf Europacupspiele kann der 35-Jährige vorweisen. Fest steht, dass beide sowohl zum Kader für die Europa League als auch zu jenen am kommenden Bundesligawochenende zählen werden. „Die nächsten beiden Auswärtsspiele am Donnerstag in der Europa League bei AEK Larnaca und am Sonntag in der Bundesliga bei Bayer Leverkusen werden wir auf jeden Fall mit unseren beiden jetzigen Torhütern Lars Unnerstall und Mathias Schober bestreiten“, erstickt Manager Horst Heldt Spekulationen um einen vorschnellen Wechsel Timo Hildebrands. Die Gerüchte um einen Wechsel des Ex-Nationalkeepers haben sich in den letzten Tagen verdichtet, Heldt will ein Interesse allerdings nicht bestätigen: „Ich kenne ihn seit Jahren sehr gut. Wir telefonieren regelmäßig.“
Den Fokus will Stevens nicht alleine auf die Torwartfrage richten und fordert: „Wir müssen es schaffen, den Gegner zu weniger Chancen kommen zu lassen“. Denn so unbekannt die Zyprer international auch sind, haben sie immerhin den 22-maligen norwegischen Meister Rosenborg aus dem Wettbewerb geworfen und wollen jede sich bietende Chance nützen. „Larnaca war uns bisher kein Begriff, aber wer es in die Gruppenphase der Europa League schafft, kann so schlecht nicht sein“, warnt Heldt vor Nachlässigkeiten.
axl, am 19.10.2011 13:53:02 Uhr